Am 7. Mai 2025 besuchten wir, die Klasse 9b, die KZ-Gedenkstätte Neuengamme im Rahmen unseres Geschichtsunterrichts. Ziel war es, einen Einblick in das Konzentrationslager Neuengamme zu gewinnen und uns mit der Geschichte auseinanderzusetzen.
Zu Beginn konnten wir uns mit einem kurzen Film einen groben Überblick über das weitläufige Gelände verschaffen. Anschließend bekamen wir noch zusätzlich einen ausführlichen, geführten Rundgang von einem Guide. Er erzählte uns viel über die Geschichte des Konzentrationslagers und brachte zusätzlich noch eigene Geschichten seines dänischen Großvaters ein, der dort inhaftiert war, weil er auf der Straße öffentlich dänisch gesprochen hatte.
Wir erfuhren, unter welchen unmenschlichen Bedingungen die Menschen leben und arbeiten mussten. Viele von uns waren schockiert von der Brutalität und dem grausamen Umgang mit den Menschen dort. Besonders schlimm waren die extrem harten Arbeitsbedingungen im Klinkerwerk, wo die Häftlinge bei sehr hohen Temperaturen Ziegelsteine herstellen mussten. Dies ist ein sehr aufwendiger und anstrengender Prozess und reicht vom Abbau des Tons bis hin zum Brennen der Ziegel. Ebenfalls musste ein Stichkanal gebaut werden, der dazu diente die Ziegelsteine aus dem Klinkerwerk in die Hamburger Innenstadt zu transportieren. Außerdem erfuhren wir, dass viele Insassen aus westeuropäischen Staaten stammten, später aber auch zahlreiche sowjetische Kriegsgefangene in Neuengamme inhaftiert wurden. Auch an Waffen durfte es nicht mangeln. Sie wurden auf dem Gelände für den Krieg in den Walter-Werken produziert. Zu dem besuchten wir verschiedene Ausstellungsräume, in denen man von Biografien, alten Briefen und Erinnerungsstücken bis hin zu alten Arbeitsmaschinen alles sehen konnte.
Nach dem 2. Weltkrieg blieb das Gelände nicht ungenutzt, denn es wurde schon bald als eine Strafvollzugsanstalt verwendet, welche für Strafgefangene genutzt wurde.
Insgesamt konnten wir sehr viel aus dem Ausflug zur KZ-Gedenkstätte lernen. Und der Ausflug zeigte uns auch, wie wichtig es ist, die alten, historischen Geschichten zu bewahren, sodass sie nicht in Vergessenheit geraten. Dies war auch unserem Guide sehr wichtig, denn er warb um Schülerinnen und Schüler, die am Gedenkort mitarbeiten möchten, um das Erinnern an diese Zeit gewährleisten zu können.