"Unsere Spieler, wie ich euch sagte, waren Geister
Und sind aufgelöst in Luft, in dünne Luft.
Wie dieses Scheines lockrer Bau
So werden die wolkenhohen Türme, die Paläste,
Die hehren Tempel, selbst der große Ball.
Ja, was nur Teil hat, untergehn,
Und, wie dieses leere Schaugepräng erblaßt,
Spurlos verschwinden.
Wir sind solcher Stoff wie der zum Träumen,
Unser kleines Leben umfaßt ein Schlaf,-
Ich bin gereizt, Herr
Habt Geduld mit mir. Mein alter Kopf ist schwindlicht.
Seid wegen meiner Schwäche nicht besorgt.
"
"If we shadows have offended, 
Think but this, and all is mended,
That you have but slumbered here
While these visions did appear.
And this weak and idle theme,
No more yielding but a dream,
Gentles, do not reprehend:
If you pardon, we will mend:
And, as I am an honest Puck,
If we have unearned luck
Now to 'scape the serpent's tongue,
We will make amends ere long;
Else the Puck a liar call;
So, good night unto you all.
Give me your hands, if we be friends,
And Robin shall restore amends." 

― William ShakespeareA Midsummer Night's Dream


News

Besonders stolz sind wir auf die Klasse 11 mus (2017/18). Die Klasse hat sich erfolgreich für die Schultheaterwoche des Landes Schleswig-Holstein beworben.
Die etwa 20 minütige Collage 'Destination Heldenreise' lehnt sich an das Modell der "Heldenreise" an, welches auch vielen Hollywoodfilmen und Romanen zugrunde liegt.


Zum Fach DSP am GW

Mit dem Schuljahr 2010/11 hat das Unterrichtsfach „Darstellendes Spiel“ Einzug in unsere Schule gehalten. Es wird in der Oberstufe im musisch-ästhetischen Profil unterrichtet.

Was ist DSP?

Darstellendes Spiel ist ein Unterrichtsfach, das am Gymnasium Wentorf zurzeit ab der Oberstufe unterrichtet wird. Es ist Theaterunterricht der eher auf die Förderung der Kreativität und gesellschaftlichen, emotionalen und ästhetischen Fähigkeiten ausgerichtet ist. Dabei wird auch die soziale Kompetenz der Schüler gefördert.

Unser Curriculum ist so aufgebaut, dass die Schüler die wichtigsten Werkzeuge eines Schauspielers lernen und üben. Sie sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, mit einfachen Mittel große Wirkung beim Publikum zu erzeugen. Die Übungen basieren dabei auf  Methoden, die für jeden zu lernen und weitestgehend unabhängig von Talent sind.  Es steht also nicht die Hauptrolle und der oder diejenige im Mittelpunkt mit dem größten Talent. Vielmehr entsteht durch z.B. einen Chor, eine synchrone gemeinsame Bewegung oder schon durch die Anordnung der Spieler auf der Bühne eine Wirkung, der sich der Zuschauer nicht entziehen kann.

Was es nicht ist:

Es ist keine Theater AG! Es ist auch nicht so, dass Eltern lange helfen müssen, an Kostümen zu schneidern oder über Tage hinweg Bühnenbilder gebaut werden. Es ist auch nicht so, dass man nur mit Talent gute Noten bekommen kann. Normalerweise bringt Darstellendes Spiel allen Beteiligten viel Spaß, da man im Team ziemlich frei kreativ werden darf. Man bekommt aber deshalb nicht für ein bisschen Spielen gute Noten.

Wir, das Kollegium der Fachschaft DSP, konzentrieren uns auf die Spieler, die ihren Körper und ihre Stimme möglichst gut einsetzen, um gemeinsam dem Publikum etwas zu vermitteln, das es für die Zeit der Aufführung gefangen nimmt und vielleicht auch nachher zum Nachdenken anregt.

Wann gibt es Aufführungen? Und wie viele?

Im ersten Jahr müssen erst einmal die Basics geübt werden und viele theatrale Zeichen ausprobiert werden.

Im zweiten Jahr wird mit dem bekannten und eingeübten Werkzeug eine Inszenierung durch die Schüler geplant. Es kommen dadurch neue Aufgabenbereiche hinzu: Aus vielen Szenen muss eine zusammenhängende Inszenierung werden. Es muss Musik und Ton ausgewählt, erstellt und technisch umgesetzt werden. Kostüme und Bühnenbild –in kleinem Rahmen- müssen geplant und erstellt werden. Plakate und Eintrittskarten müssen entworfen und verteilt werden. Die Technik AG des GW braucht ihre Einweisung, wann Licht und Ton-Einsätze sind.

Im dritten Jahr geht es verstärkt um Theatertheorie aber auch in diesem Jahr können Projekte mit kleinen Aufführungen geplant werden.


Wie läuft eine DSP-Stunde ab?

Der folgende Ablauf ist ein Rahmen der, auf Schüler und Lehrer angepasst, mehr oder weniger stark variieren kann:

1)    Alle erscheinen in schwarzer Kleidung.

a)    Warum schwarze Kleidung?

i)      Es geht nicht um Gleichschaltung oder Identitätsentzug.

ii)    Vielmehr sollen die Schüler nicht persönlich auf der Bühne stehen, sondern die Rolle steht im Vordergrund. Die Rolle kann z.B. etwas Peinliches machen, ohne dass sich der Schüler peinlich macht.

iii)   Die schwarze Kleidung ist eine Leinwand, auf die durch das Spiel und andere Mittel die Rolle projiziert wird.

2)    Von Schülern oder vom Lehrer wird ein Warm-Up angeleitet.

a)    Das Warm-Up dient zum Aufwärmen des Körpers, der Kreativität, der Konzentration, der Aufmerksamkeit oder der Stimme.

3)    Der Lehrer gibt eine Übung vor.

a)    Die Übung führt zur Aufgabe hin und übt das nötige Handwerkszeug für die Aufgabe.

b)    Manchmal werden Ideen gesammelt, die in der Aufgabe genutzt werden können.

4)    Der Lehrer erteilt Kleingruppen eine oder mehrere Aufgaben, mit Zeitfrist.

a)    Die Aufgaben werden in Eigenverantwortung und im Team erarbeitet.

b)    Der Lehrer kann natürlich noch gefragt werden und kommt gelegentlich zu einzelnen Gruppen und hilft gegebenenfalls.

c)     Die Zeitfrist sorgt dafür, dass noch Zeit für die Präsentation ist und dass man nicht lange diskutiert, sondern zügig ausprobiert und am Spiel merkt, was funktioniert.

5)    Die Gruppen präsentieren ihre Ergebnisse.

a)    Nachdem eine Gruppe präsentiert hat, geben die anderen Gruppen nach Feedbackregeln konstruktive Kritik.

b)    Durch das Feedback üben die Schüler auch, sich kritisch mit Theater als Zuschauer auseinander zusetzen und entwickeln Beobachtungs-, Analyse- und Regiefähigkeiten.

c)     Der Lehrer ergänzt evtl. fehlendes Lob oder Verbesserungsvorschläge.

d)    Bei Projekten oder Zeitmangel kann dies in die nächste Stunde vertagt werden.

6)    Von Schülern oder vom Lehrer wird eine Abschlussübung oder Cool-Down angeleitet.

a)    Um sich wieder zu sammeln oder das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, kann eine Abschlussübung oder Cool-Down gemacht werden, falls noch Zeit ist.


Unser schulinternes Fachcurriculum

Natürlich macht Theaterspielen einfach Spaß, aber dazu kommt viel was man wissen und lernen muss, um nicht nur gut selbst zu agieren, sondern auch genau hinzusehen das Beobachtete kritisch zu hinterfragen und beurteilen zu können. Daher gibt es auf einander aufbauende Inhalte, die wir in unserem schulinternen Fachcurriculum zusammengefasst haben:

zum Vergrößern Anklicken


Bilder aus dem DSP-Unterricht


Bilder vergangener Aufführungen

Diese Bilder sind aus den Aufführungen "Zombieland" und "Knastkinder"


Wettbewerbe

An folgenden Wettbewerben hat unsere Schule teilgenommen:

Im Frühjahr 2013 wurde an der Schultheaterwoche des Landes Schleswig-Holstein in Louisenlund teilgenommen, im Herbst 2013 repräsentierte eine Lerngruppe des Gymnasiums Wentorf das Land Schleswig-Holstein beim Schultheater der Länder in Schwerin und auch schon am „Slam the Gong“ des Thalia Theaters wurde erfolgreich mitgewirkt.