Kunstunterricht am Gymnasium Wentorf

Kunstunterricht will vieles: sehen, verstehen, fühlen und erschaffen.

Vielfache Wege zum eigenständigen kreativen Wirken werden beschritten. Neben den Klassikern Zeichnung, Malerei, Plastik und Architektur sind auch Fotografie, Film und Design Gegenstand des Unterrichtes. Auch der Schritt zu zeitgenössischen Formen der künstlerischen Betätigung wird gewagt. Techniken werden erlernt und bieten viel Raum für die Umsetzung eigener Ideen.

Kunstgeschichtliche und kunsttheoretische Zusammenhänge werden erfasst, um ein umfassendes Bild menschlichen Schaffens und seiner Möglichkeiten zu erlangen.

Kunst besitzt Anknüpfungspunkte zu zahlreichen anderen Fächern wie z. B. Geschichte und Deutsch, aber auch zu Physik und Biologie, was bei fächerübergreifenden Projekten genutzt wird

Die Vielfalt des Faches Kunst wird in der Regel im zweistündigen Unterricht in der Unter- und Mittelstufe vermittelt. In der Oberstufe kann Kunst als Profilfach (drei- bis vierstündig) oder als Wahlfach (zweistündig) belegt werden.


Die Ausstattung des Faches am Gymnasium Wentorf

Das Fach Kunst wird in entsprechend ausgerüsteten Fachräumen unterrichtet.

Drei große Kunsträume sind das Zentrum der künstlerischen Tätigkeit an der Schule. Die Räume sind mit speziellen Zeichen- und Werktischen ausgestattet und verfügen über moderne Medienausstattung.

Die Keramikarbeiten der Schüler können im Keramikraum der Schule in einem großen Brennofen gebrannt werden. Auch ein Fotolabor kann genutzt werden.

In der neu strukturierten Druckerei können Hoch- und Tiefdrucktechniken angewandt werden. 

Die Computerräume der Schule werden von der Fachschaft Kunst z. B. für digitale Bildbearbeitung und Filmschnitt verwendet.

Das Besondere des Kunstunterrichts ist natürlich die Gestaltung vor Ort, außerhalb des Klassenraums. Nicht nur das weitläufige Schulgelände bietet hierfür Raum, um z. B. Pflanzen oder Architektur zu zeichnen oder Filme und Aufführungen in Gruppen zu gestalten, sondern auch der nahe Wald nebst Flusslauf. 

Die zahlreichen Museen der Umgebung bieten reichlich Möglichkeit, um im Rahmen von Ausflügen Kunstwerke im Original zu erleben.


Die Präsentation der Werke

Die Fachschaft Kunst gestaltet mit ihren Schülerarbeiten das Schulgebäude maßgeblich. Im Eingangsbereich werden in einer großen Vitrine verschiedenste Objekte aus dem Unterricht präsentiert, die Wände der Eingangshalle und der Flure dienen als Galerien mit ständig wechselnden Ausstellungen. In allen Trakten können Arbeiten von Schülern aus allen Jahrgangsstufen bewundert werden. 

 

Schulinternes Fachcurriculum G9: Sekundarstufe I

Unterricht:

In der Sekundarstufe I werden die Arbeitsfelder: Zeichnen, Grafik, Malerei, Plastik und Installation, Performative Kunst, Medienkunst, Architektur, Produktdesign und Kommunikationsdesign in Anknüpfung an im Grundschulunterricht erworbene Kompetenzen unterrichtet. In der Unterstufe liegt der Fokus auf Zeichnen, Grafik, Malerei und Plastik, wobei insbesondere die Kompetenzbereiche Wahrnehmen, Beschreiben, erstellen, Gestalten und Verwenden aufgegriffen werden. In den Jahrgangsstufen 7, 9 und 10 (in der 8. Klasse wird Kunst am Gymnasium Wentorf zur Zeit nicht unterrichtet) werden Performative Kunst, Medienkunst, Produktdesign und Kommunikationsdesign unterrichtlich im Schwerpunkt behandelt, wobei jedoch die übrigen Arbeitsbereiche integraler Bestandteil des Unterrichtes bleiben. In der Mittelstufe werden aufbauend auf den Unterstufenunterricht die Kompetenzen Analysieren, Interpretieren und Beurteilen verstärkt vermittelt. Die Ebenen von Reflexion, Rezeption und Produktion bleiben durchgehend der Rahmen der Unterrichtsgestaltung. Die konkrete Unterrichtsumsetzung wird in der steten Kommunikation der Fachkollegen untereinander kontinuierlich abgestimmt, wobei auch die Bedürfnisse der jeweiligen Lerngruppe sowie äußere Faktoren (Versorgung mit Werkmitteln, zeitlicher Rahmen, Möglichkeiten fächerverbindenden Unterrichtens, Realisierung von Projekten im Kontext des Schullebens etc.) berücksichtigt werden.

Der Unterricht findet auch jenseits des Fachraumes statt, indem Projekte in der unmittelbaren Umgebung der Schule (z.B. Zeichnen im Sachsenwald), Ausflüge in Museen oder die Realisierung von Vorhaben wie z.B. die Gestaltung der Schülerzeitung realisiert werden.

Der bewusste und kritische Umgang mit Bildern, die Kenntnis der Bedeutung und der Möglichkeiten von Gestaltungstechniken ist integraler Bestandteil des Kunstunterrichtes auch im Sinne der KMK—Strategie (z.B. Analyse populärer Videospiele, mediale Manipulation von Fotos). Recherchetechniken werden eingeübt, Kriterien für gelungene Präsentationen reflektiert, eine bewusste und kritische Rezeption von Medienprodukten problemorientiert gefördert.

Fachsprache:

Die Schülerinnen und Schüler eignen sich sukzessive im Verlauf der Sekundarstufe I zentrale Fachvokabeln an, wie sie in der jeweiligen Fachliteratur gängig sind. Gibt es unterschiedliche Ansätze, so werden diese offengelegt. In der Sekundarstufe II wird themengebunden die Fachsprache erlernt (z. B. Architektur)

Fördern und Fordern:

Das Gymnasium Wentorf bietet für den Bereich Kunst keine speziellen Fördermaßnahmen. Das Fach Kunst bietet durch seine Methodik ein hohes Maß an Binnendifferenzierung und individueller Förderung. So werden z.B. Aufgaben im Bereich der Kunst in Qualität und Umfang erbracht, die weit über das geforderte Niveau bzw. die Anforderungen hinausgehen können. Zudem können die gelegentlich recht unterschiedlichen Arbeitstempi der Schülerinnen und Schüler durch Zusatzaufgaben ausgeglichen werden. Schüler und Schülerinnen mit Förderbedarf werden individuell unterstützt.

Hilfsmittel und Medien:

Für den Kunstunterricht kann quasi jedes Material eingesetzt werden. Beschränkungen bestehen einzig in für Schüler gesundheitlichen bedenklichen Werkstoffen. Allein die Auflistung des Standardmaterials würde hier Seiten füllen. Besondere Merkmale des Gymnasiums Wentorf sind der Brennofen für Keramikarbeiten, ein Fotolabor, Druckpressen für Tief- und Hochdruck. In zwei der drei Kunsträume sind Beamer installiert, ein weiterer Ausbau der Medienversorgung steht bald an. Eine Anlage ist mit Internet und Soundsystem verknüpft.

Lehrwerke:

Kunst-Atlas (Klett), Kammerlohr: Epochen der Kunst 1-3 (Oldenbourg),Standwerk für Kunstgeschichte; Kammerlohr: Themen der Kunst: Architektur/Malerei/Grafik/Plastik/Design (Oldenbourg); Arbeitsbuch Kunst 1-3 (Klett); Kunst entdecken 1-3 (Cornelsen)

In der Sek I werden von den Erziehungsberechtigten als Lernmaterial für ihre Kinder Deckfarbenkasten, Pinselauswahl und Bleistifte in zwei Härtegraden angeschafft. Darüber hinaus können Kosten für besondere Veranstaltungen (z.B. Museumsbesuch, Exkursion) anfallen. Über die Kosten werden die Eltern so frühzeitig wie möglich informiert.

Leistungsbewertung:

Allgemein: Die Überprüfung, Beurteilung und Bewertung sind einerseits darauf ausgerichtet, Schülerinnen und Schüler eine Rückmeldung hinsichtlich ihrer erreichten Kompetenzen zu geben und andererseits dient sie den Unterrichtenden als diagnostisches Instrument für die Evaluation des Unterrichts.

Notenfindung: Noten werden kriteriengeleitet gebildet. Bei theoretischen und praktischen Aufgaben werden die Kriterien im laufenden Unterricht möglichst gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern entwickelt bzw. diesen entsprechend erläutert. Die Orientierung an und der Grad der Erfüllung der Aufgabenstellung sind die Grundlagen für die Notenfindung. Bei Leistungsnachweisen werden die Gewichtungsfaktoren klar erkennbar angegeben.

Überprüfung und Weiterentwicklung:

Dieses Fachcurriculum wird in regelmäßigen Abständen überprüft und weiterentwickelt.

 

 

 

Schulinternes Fachcurriculum G9: Sekundarstufe II

Arbeitsbereiche und Themen:

In der Sekundarstufe II werden die künstlerischen Arbeitsfelder: Zeichnen, Grafik, Malerei, Plastik und Installation sowie Produkt- und Kommunikationsdesign in Anknüpfung an den Unterricht in Sek I vertiefend unterrichtet. Die übrigen Arbeitsfelder werden untergeordnet aufgegriffen. Die Kernarbeitsfelder werden so weit wie möglich unter Einbindung der Schülerinnen und Schüler gefunden. Die Arbeitsbereiche sind eingebettet in die Kompetenzbereiche: Herstellen, Gestalten, Verwenden, Wahrnehmen, Beschreiben, Analysieren, Interpretieren und Beurteilen. Den Rahmen gibt die übergeordnete Dimension von Produktion, Reflexion und Rezeption. Der Unterricht kann durch im Handapparat vorhandene Lehrwerke begleitet und vertieft werden (z.B. Plastik/Architektur/Design/Grafik/Epochen der Kunst von Kammerlohr, Bildatlas Kunst und Begleitbücher von Klett).

 

Das Fach Kunst im Grundlagenkurs:

10.1: Zeichen, Grafik

10.2. Malerei

11.1. Plastik und Installation

11.2 Produkt- und Kommunikationsdesign

Das Fach Kunst im Profilfach:

10.1 Zeichnen, Grafik

10.2. Malerei

11.1 Plastik und Installation

11.2. Produkt- und Kommunikationsdesign

12.1 Architektur

12.2 Medienkunst, Performative Kunst

 

Beitrag des Faches Kunst zur Medienbildung:

Der Kunstunterricht der Sekundarstufe II soll dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler selbstbestimmt, themengerecht, sozial verantwortlich, kommunikativ und kreativ mit Medien umzugehen wissen. Das geschieht beispielsweise dadurch, dass sie:

-Internetrecherchemethoden kennen und nutzen lernen, um zielorientiert und in kritischer Reflektion Recherchen zu Themen des Kunstunterrichtes durchführen zu können, z. B. in Vorbereitung für Referate.

-Videoplattformen wie z.B. YouTube so einsetzen, dass sie für den Unterricht sinnvolle Beiträge finden und realisieren, z.B. bei der Analyse von Werbefilmen, Videoclips etc.

-durch das Erstellen z.B. von Plakaten oder Power Point-Präsentationen lernen, Informationen anschaulich und zielgerichtet zu gestalten, um den Betrachtern und Zuhörern möglichst einen nachhaltigen Zugang zu ermöglichen.

-durch das Erstellen z.B. eines Kurzfilmes oder fotografischer Bildabläufe multimediale Formen der Dokumentation, der Wissens- und Unterhaltungsentwicklung sowie deren Produktionsbedingungen (z.B. Formen der Zuschauerlenkung oder auch Manipulation) kennenlernen und kritisch reflektieren können.

-durch die Vermittlung unterschiedlicher Drucktechniken (z.B. Linolschnitt und Radierung)

den technischen und künstlerischen Produktionsprozess kennenlernen, um unter anderem aktuelle Druckverfahren kompetenter einordnen und auf der Reflektionsebene Aussagen über den künstlerischen Prozess anführen zu können.

-angeregt werden, eigenständige Arbeiten zu erstellen und ggf. ins ins Internet zu stellen, z.B. einen Blog, ein Video oder ein Bildwerk; dabei sollten sie allerdings sorgsam mit personenbezogenen Daten umgehen.

-das Grundvokabular für Kameraeinstellungen lernen (Einstellungsgröße, Perspektiven etc.), um mit deren Hilfe Filme beschreiben, zentrale Inhalte erschließen und auf ihre Wirkung hin analysieren und in die Eigenproduktion übergehen zu können.

 

Einbeziehung außerschulischer Lernangebote und Projekte:

Neben dem Kunstunterricht an der Schule bieten sich für die Sekundarstufe II zahlreiche außerschulische Lernangebote und Projekte an, die die Lehrkraft für den Unterricht möglichst zielorientiert und somit mit den Unterrichtsthemen verlinkt anbieten und durchführen sollte. Solche Projekte wären z.B.:

-Museums- und Ausstellungsbesuche mit der Lerngruppe (z.B. Hamburger Kunsthalle, Galerien und Documenta).

-ggf. die Unterstützung der schulinternen Schülerzeitung, um sich aktiv am Schulleben zu beteiligen und eigene Impulse zu liefern.

-Verlagerung gestalterischer Aktivitäten im öffentlichen Bereich, z.B. Zeichnen an der Bille, Landart.

-Beteiligung an kommunalen Projekten, z.B. Ausstellungen im Rahmen der Wentorfer Kulturwoche.

 

Konkretisierung fachspezifischer Methoden:

Der Kunstunterricht zeichnet sich in Sek II am Gymnasium Wentorf durch eine große Methodenvielfalt aus, mit deren Hilfe die didaktischen Inhalte für den Unterricht erschlossen werden. Die einzelnen Methoden werden zielführend zur individuellen Förderung der Lernenden eingesetzt, wobei ihre Gütemerkmale Herstellen, Gestalten, Verwenden, Wahrnehmen, Beschreiben, Analysieren, Interpretieren und Beurteilen umfassend berücksichtigt werden. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Analyse der gestalterischen Mittel und ihrer Wirkung.

 

Dauer und Umfang von Unterrichtseinheiten:

Die Dauer der Unterrichtseinheiten richtet sich nach den jeweiligen Arbeitsfeldern und der thematischen Ausrichtung, z.B. nimmt die komplexe Gestaltung eines Plakates einen größeren Zeitraum in Anspruch als die Erstellung eines Logogramms.

 

Kumulativer Aufbau der Kompetenzen:

Allgemein: Durch die Auswahl unterschiedlicher Arbeits- und Themenbereiche ist gewährleistet, dass die unterschiedlichen Kompetenzbereiche insgesamt angesprochen werden. Hierbei ist zu beachten, dass in der Sek II zum einen ein zweistündiger/viersemestriger Begleitkurs und zum anderen ein vierstündiger/sechssemestriger Profilkurs unterrichtet werden. In letzterem sollen die Kompetenzbereiche in vollem Umfang erschlossen werden, im Begleitkurs nur mit zeitlich bedingten Abschlägen.

 

Fachsprache:

Es wird grundsätzlich die Terminologie verwendet, die in den jeweiligen Arbeitsfeldern eingeführt werden, beruhend auf den wissenschaftlichen Standards.

 

Fördern und fordern:

Das Gymnasium Wentorf bietet für den Bereich Kunst keine speziellen Fördermaßnahmen. Das Fach Kunst bietet durch seine Methodik ein hohes Maß an Binnendifferenzierung und individueller Förderung. So werden z.B. Aufgaben im Bereich der Kunst in Qualität und Umfang erbracht, die weit über das geforderte Niveau bzw. die Anforderungen hinausgehen können. Zudem können die gelegentlich recht disparaten Arbeitstempi der Schülerinnen und Schüler durch Zusatzaufgaben ausgeglichen werden.

 

Hilfsmittel, Material und Medien:

Für den Kunstunterricht kann quasi jedes Material eingesetzt werden. Beschränkungen bestehen einzig in für Schüler gesundheitlichen bedenklichen Werkstoffen. Allein die Auflistung des Standardmaterials würde hier Seiten füllen. Besondere Merkmale des Gymnasiums Wentorf sind der Brennofen für Keramikarbeiten, ein Fotolabor, Druckpressen für Tief- und Hochdruck. In zwei der drei Kunsträume sind Beamer installiert. Eine Anlage ist mit Internet und Soundsystem verknüpft.

 

Lehrwerke: Kunst-Atlas (Klett), Kammerlohr: Epochen der Kunst (1-3 (Oldenbourg), Kammerlohr: Themen der Kunst: Architektur/Malerei/Grafik/Plastik/Design (Oldenbourg), Arbeitsbuch Kunst 1-3 (Klett), Kunst entdecken 1-3 (Cornelsen).

In der Sek I wurden von den Erziehungsberechtigten als Lernmaterial für ihre Kinder Deckfarbenkasten, Pinselauswahl und Bleistifte in drei Härtegraden angeschafft. Diese sollten weiterhin im gebrauchsfertigen Zustand sein. Darüber hinaus können Kosten für besondere Veranstaltungen (z.B. Museumsbesuch, Exkursion) anfallen. Über die Kosten werden die Eltern so frühzeitig wie möglich informiert.

 

Leistungsbewertung:

Allgemein: Die Überprüfung, Beurteilung und Bewertung sind einerseits darauf ausgerichtet, Schülerinnen und Schüler eine Rückmeldung hinsichtlich ihrer erreichten Kompetenzen zu geben und andererseits dient sie den Unterrichtenden als diagnostisches Instrument für die Evaluation des Unterrichts.

Notenfindung: Noten werden kriteriengeleitet gebildet. Bei theoretischen und praktischen Aufgaben werden die Kriterien im laufenden Unterricht möglichst gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern entwickelt bzw. diesen entsprechend erläutert. Die Orientierung an und der Grad der Erfüllung der Aufgabenstellung sind die Grundlagen für die Notenfindung. Bei Leistungsnachweisen in der Oberstufe werden die Gewichtungsfaktoren klar erkennbar schriftlich angegeben.

Vereinbarung zur Überprüfung und Weiterentwicklung dieses Fachcurriculums:

Dieses Fachcurriculum wird in regelmäßigen Abständen überprüft und weiterentwickelt